Wie hat sich Deutschland seit dem Luftschlag verändert? Ein Ex-Soldat, ein Abgeordneter, die Mutter eines Soldaten und ein Sozialforscher antworten. VON G. REPINSKI / K. SCHÄDLER / S. SCHMOLLACK
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Was geschah: In den Morgenstunden des 4. September 2009 befielt der deutsche Oberst Georg Klein einen Angriff auf eine Gruppe Afghanen, die sich in der Nähe eines Tanklasters aufhalten. Kurz darauf wirft eine amerikanische F-15 Bomben auf die Gruppe ab. ]]>
Die Folgen: Die Opferzahl schwankt zwischen 91 und 142 - darunter viele Zivilisten und Kinder. Die Bombennacht geht als der blutigste Einsatz in die Geschichte der Bundeswehr seit dem Zweiten Weltkrieg ein. ]]>
Politische Konsequenzen: Der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) muss nach der Bundestagswahl als Arbeitsminister zurücktreten. In einem Untersuchungsausschuss nimmt die Opposition auch Jungs Nachfolger, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), unter Beschuss. Dieser bleibt jedoch im Amt - obwohl er unter fragwürdigen Umständen seinen Staatssekretär Peter Wichert und den Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan entlässt. Bei Oberst Georg Klein stellt die Bundeswehr "keine Anhaltspunkte für ein Dienstvergehen" fest. ]]>
Die Opfer: Der Bremer Anwalt Karim Popal vertritt die Opfer von Deutschland aus. Er fordert statt den von der Bundesregierung gezahlten rund 5.000 US-Dollar Schadenersatz eine Summe von rund 33.000 US-Dollar. ]]>
Gedenken: Die Berliner Friedenskoordination organisiert am heutigen Samstag um 14 Uhr eine Kundgebung am Pariser Platz in Berlin, um 19 Uhr findet eine Messe in der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg statt. GOR ]]>