Beim Tanklasterangriff in Kundus vor einem Jahr starben zwei Söhne von Abdul Hanan. Er bekam von der deutschen Regierung für jeden Sohn nur 1.900 Euro Entschädigung – und einen Sack Mehl.
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taz: Herr Hanan, auf wen sind Sie wütend? ]]>
Abdul Hanan: Auf denjenigen, der den Befehl gab, die Bomben abzuwerfen. Er ist schuld am Tod meiner Söhne. Nach dem Angriff habe ich mir gewünscht, dass er bestraft wird. Heute bin ich nicht mehr wütend. Wenn der Schuldige ausgeliefert wird - was bringt es mir? Lieber sollen die Witwen Hilfe bekommen, die in dieser Nacht ihre Männer verloren haben, die nun mit neun Kindern dastehen und ohne Geld. Wenn der Vater nicht mehr arbeitet, hat man gleich die gesamte Familie umgebracht. Ich hatte Glück, ich kann noch arbeiten und für meine sechs anderen Kinder sorgen. ]]>
Erinnern Sie sich an die Ereignisse am Abend des 3. September 2009? ]]>
Sie machten sich auch auf den Weg? ]]>
Was passierte, nachdem Ihre Söhne losgingen? ]]>
Haben Sie sie gefunden? ]]>
Was haben Sie gemacht? ]]>
Wie wurden Sie entschädigt? ]]>
Haben Sie andere Hilfen erhalten? ]]>
Wie viel Geld verdienen Sie im Monat? ]]>
Haben sich die Deutschen in Ihren Augen angemessen verhalten? ]]>
Was wünschen Sie sich für die Zukunft? ]]>
INTERVIEW: A. COEN / N. GANTENBRINK / J. PROSINGER