Vater von Opfern des deutschen Angriffs

"Was, wenn man zwei Söhne verliert?"

Beim Tanklasterangriff in Kundus vor einem Jahr starben zwei Söhne von Abdul Hanan. Er bekam von der deutschen Regierung für jeden Sohn nur 1.900 Euro Entschädigung – und einen Sack Mehl.

INTERVIEW: A. COEN / N. GANTENBRINK / J. PROSINGER

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Leserkommentare
  • 05.09.2010 14:48 Uhr:

    von Reinhard Pantke:

    "einen Sack Mehl" ? Ich fass`es nicht. Ein Sack Reis hätte es schon sein dürfen. Falls er nicht umfällt.

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  • 05.09.2010 11:51 Uhr:

    von william wolfo:

    die Taz gibt den Opfern eine Stimme - jeder sollte dies lesen.

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  • 05.09.2010 11:51 Uhr:

    von william wolfo:

    die Taz gibt den Opfern eine Stimme - jeder sollte dies lesen.

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  • 05.09.2010 10:23 Uhr:

    von vantast:

    Der Westen: Solln wir Krieg machen? Ja, gern. Wir brauchen viele Milliarden! Kein Problem, unsere Leute sind richtige Männer und spielen gern Krieg, dafür ist alles vorhanden. Pakistan ohne Krieg, nur aus Menschlichkeit helfen? Dafür gibt's kein Geld, unsere Leute haben selbst zu wenig und sie sind Christen. Der Westen darf sein Macho-Gehabe in der Welt nicht durch Sanftheit kaputtmachen lassen, dafür wurde zu viel investiert. Z.B. muß vorrangig auch die Hilfsorganisation "Blackwater" unterstützt werden, das muß genug Hilfe sein!

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  • 05.09.2010 05:45 Uhr:

    von Ewald Pankratz:

    Traurig das Deutsche wieder diese Verbrechen diesmal aus falsch verstandener Buendnistreue begehen. Noch trauriger wird es, wenn diese Menschen die diese Verbrechen begehen fuer die dadurch verursachten psychischen Schaeden noch Steuergeld verlangen! Nur weiter so! Verherrlicht den Militarismus und verstaerkt den Hass gegen Muslime, wie sowas wirkt sehen wir ja an der nicht gegebenen Hilfe an Pakistan.

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  • 04.09.2010 19:35 Uhr:

    von emil:

    der letzte satz bringt es auf den punkt. es ist geschehen, alles was deutschland tut, um da raus zu kommen, kann daran nichts ändern. man kann sich freikaufen, den zuständingen massenmörder versetzen, aber das leid, dass man im krieg über andere menschen bringt, daran kann man nichts ändern. mit geld lässt sich kein blut bezahlen.

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  • 04.09.2010 11:32 Uhr:

    von Udo Radert:

    Etwa die Hälfte des Artikels beschäftigt sich mit dem (unvollständigen) Ablauf der Ereignisse und die andere Hälfte mit Geld, Geld, Geld. In genau zwei Sätzen wird dazwischen über die Gefühle des Vaters berichtet. Ich bewerte das nicht, ich stelle es nur sachlich fest. Und unvollständig ist der Ablauf deshalb, weil zwei wichtige, wenn nicht gar entscheidende Details bewußt nicht genannt werden: 1.) Um 2 Uhr nachts herrschte eine *Ausganssperre*, welche nunmal heißt, dass sich um diese Zeit und in einem Kriegsgebiet keine Zivilisten bei einem gestohlenen Militärtransporter mitten in den Bergen zu versammeln haben. 2.) Zusätzlich wußten die Leute eines ganz genau: Dass der Laster gestohlen war und der "kostenlose Sprit" also ganz genauso und das bewaffnete Taliban bei diesen Lastern waren. Bewaffnete "Gotteskrieger", die nachts um zwei ein vollkommen legitimies Ziel bilden. Sie waren sich dessen bewußt, das kann niemand wegdiskutieren. Es ist, wie wenn man ganz bewußt bei Rot über die Ampel fährt oder läuft: Man weiß, was passieren kann und nimmt es - aaus welchen Gründen auch immer - in Kauf. Nur sollte man dann bitte nicht hinterher denen die Schuld geben, die die Ampel aufgestellt haben. - Ist jedenfalls meine Meinung dazu.

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  • 04.09.2010 09:37 Uhr:

    von Realist:

    Am Ende geht es mal wieder nur um Geld deutscher Steuerzahler, denen kann die Merkel-Regierung dann was vom sparen erzählen. Wenn Guttenberg erstmal seine reine Krisen-Interventionsarmee hat werden solche Ausgaben ins unermessliche steigen. Mein Sparvorschlag: Dann ALG-II abschaffen...

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  • 04.09.2010 00:41 Uhr:

    von Maximilian Huth:

    Wer sich an der Bergung eines - für jeden objektiven Beobachter als solches ersichtlichen - Raubobjektes beteiligt, und um einen Raub handelt es sich eingedenk der ermordeten Tanklastwagenfahrer unzweifelhaft, der nimmt die Gefährdung des eigenen Lebens billigend in Kauf. Zumal wenn sich die Deliktsverwirklichung im umkämpften Kriesengebiet vollzieht. Hier wird gefragt: "Was, wenn man zwei Söhne verliert?" Ich hingegen frage: Was, wenn man zwei Tanklastwagen verliegt, zwei Tanklastwagen, die sich als todbringende Bomben missbrauchen ließen. Die Taliban haben, soweit die Informationen reichen, niemanden gezwungen, sich an der Bergung zu beteiligen. Die - mutmaßlich Soldatenleben rettende - Vernichtung der Wagen war aus der ex ante-Sicht die einzig angemessene Entscheidung, Entschädigungszahlungen seitens des Deutschen Staates hinsichtlich der eigenverantwortlichen, profitorientierten Selbstgefährdung der möglicherweise gar terroristisch motivierten "Bergungsbeteiligten" sind bereits in der vorliegenden Höhe generös.

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